Stadt(t)räume für Dresden – Visionen und Diskussionen

Im Rahmen des Zukunftsstadt-Programms sind seit Herbstbeginn alle Bürger eingeladen, ihre Visionen für eine nachhaltige Stadt einzubringen. Während des Umundu-Festivals, das sich dieses Jahr dem Fokusthema Boden widmete, gab es zwei Zukunftsstadt-Veranstaltungen, die sich unter dem Titel Stadt(t)räume Dresden 2030+ mit der Verwendung städtischem Bodens befassten.

In einer Fishbowl-Diskussion (ein Format, bei dem sich, im Gegensatz zu einer Podiumsdiskussion, alle Anwesenden beteiligen können) kamen Akteure aus Stadtverwaltung, Stadtrat und Bürgerschaft zusammen, um darüber zu diskutieren, wie Räume in unserer Stadt genutzt werden (sollten). Neben dem Austausch über Herangehensweisen und Rahmenbedingungen wurden Fragen diskutiert wie:

  • Welche Verwendungs- und Umgangsformen brauchen wir für den Stadtraum der Zukunft?
  • Welche Möglichkeiten haben Stadtrat und Verwaltung, Flächen gemeinwohlorientiert, statt unter wirtschaftlichen Aspekten zu vergeben?
  • Welche Flächennutzungs-Konzepte braucht die Stadt, um für alle angenehm und lebenswert zu sein?

In der Diskussion wurde auch besprochen, dass der Umgang mit gemeinwohlorientierten Projekten durchaus noch verbessert werden kann: So wurde der Bedarf nach einer Koordinationsstelle deutlich, die Aktivitäten in der Stadtplanung überschaut und als konkreter Ansprechpartner die Bedürfnisse von bürgerschaftlichen Projekten und Stadtverwaltung vermitteln könne.

Die Themen der Diskussion wurden von Benjamin Hermsdorf live visualisiert:
Graphische Wiedergabe der Diskussion von Benjamin Hermsdorf
Im anschließenden Visionierungs-Workshop schrieben die Teilnehmenden ihre Wünsche für die nachhaltige Entwicklung der Stadt auf: Selbst eingebrachte Themenvorschlägen wurden in Kleingruppen bearbeitet und zu Zeitungsartikeln aus einer Zukunft, in der die Vision schon wahr geworden ist. (Angehängt zu finden).

Von der alternativen Nutzung bereits bestehender Gebäude wie der Altmarktgalerie, über neue Formen der Bürgerbeteiligung, hin zu spannenden Verkehrs und Grünflächenkonzepten: Die Kreativität und Lust der Teilnehmenden auf eine nachhaltigere Stadtkultur sprühten förmlich über.
An den energetischen Diskussionen in den Kleingruppen ließ sich schnell erkennen, dass es Spaß macht zu visionieren und sich auf positive Alternativen zu konzentrieren, statt sich nur mit Problemen zu befassen. Am Ende wurden alle Artikel vorgelesen, riefen viele Lacher und Applaus hervor und verteilten eine Menge Inspiration!

Im dritten Teil, für den das Institut für Ökologische Raumentwicklung Gastgeber war (das ja seit letztem Jahr der Wandel-Bewegung in Dresden durch wissenschaftliche Reflexionen unterstützt), wurden die Teilnehmenden eingeladen, gemeinsam Visionen genauer auszuarbeiten: Zu wieder selbsteingebrachten Themen, wie intensiver Begrünung der Stadt, Begegnungsräumen oder Bürgerbeteiligung wurden Fragen vertieft, wie: Wie macht diese Vision Dresden nachhaltiger? Wo fangen wir an? Wer macht mit? Dabei entstanden anregende Anleitungen für eine Transformation unserer Stadt, in der mehr Lebensqualität und eine nachhaltige Kultur enstehen können.


Die Ergebnisse aus allen Veranstaltungen wurden festgehalten und werden sich in den weiteren Entwicklungen des Zukunftsstadt-Programms niederschlagen und – was noch viel wichtiger ist – hoffentlich von den Beteiligten und anderen angesteckten Menschen in der Stadt aktiv selbst weiter gestaltet!
 

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