Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

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Termin: 

Mittwoch, 17. Juni 2015 - 13:00 bis 17:00

Erster ARTS Dialog

  1. Vorstellung erster empirischer Befunde zu gesellschaftlichem Wandel und dem Wirken lokaler Nachhaltigkeitsinitiativen in Dresden (Input ARTS - Projektteam)
  2. Gemeinsame Reflexion & Diskussion
  3. Ausblick und zukünftige ARTS Dialoge
  4. Offener Austausch mit Verköstigung

Wann? Mittwoch, 17.06.2015, 13.00 – 17.00 Uhr

Wo? Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Weberplatz 1, 01217 Dresden

Einladungsflyer (PDF)

Ich brauchte eine Weile, um die Eindrücke der 4. Informed Cities Konferenz zu verarbeiten. Ich möchte mich zunächst bei all denen bedanken, die mit ihren Händen und Herzen dieses Erlebnis möglich gemacht haben. Für Berichte und Informationen gibt es ausreichend Quellen – z.B. über die Suche oder auf Twitter unter #infcities. Ich möchte lieber auf einen spezifischen Aspekt einer “Informierten Stadt” hinaus: Der Fähigkeit all ihre Einwohner mit dem Nötigsten zu versorgen.

Eines unserer Grundbedürfnisse ist Nahrung. Das mag banal klingen, ist aber ganz und gar nicht, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass nahezu alle Lebensmittel einer Stadt irgendwo außerhalb von ihr produziert werden. Im Hinblick auf Resilienz wird es zu einer gewaltigen Aufgabe. Ein weiteres großes Thema ist der organische Abfall – und wie wir damit umgehen. Wenn wir verstehen, dass (organischer) Abfall nicht Müll am Ende der Produktlebenskette ist, sondern Ressource und Rohstoff für neue Produkte, sind wir einen Schritt näher an Resilienz und Nachhaltigkeit ...

Termin: 

Samstag, 25. April 2015 - 19:30 bis 22:00

Buen Vivir, auf Deutsch etwa „gutes Leben“, ist eine Lebensanschauung der indigenen Andenvölker, die in den letzten Jahren vor allem durch die internationale Yasuní-ITT Initiative und die Postwachstumsdebatte auch in Deutschland vermehrt Aufmerksamkeit erregt hat.

Zusammen mit den Musikern von Grupo Sal wird der Ecuadorianer Alberto Acosta, Wirtschaftswissenschaftler, früherer Energieminister und Präsident der verfassungsgebenden Versammlung seines Landes, dieses Konzept nun auch in Dresden vorstellen und dessen Relevanz hierzulande diskutieren.

Im Zusammenspiel lateinamerikanischer Klänge von Grupo Sal und der politisch-gesellschaftlichen Visionen Acostas möchte diese Abendveranstaltung der besonderen Art das Buen-Vivir-Gefühl auch sinnlich-künstlerisch erfahrbar machen.

Eintritt: Frei

Welcher Weg führt in die Zukunft? Das war die Frage auf dem 4. Informed Cities Forum, einer europäischen Konferenz vom 26. bis 27. März in Rotterdam. 164 Teilnehmer aus 22 europäischen Ländern begaben sich auf eine Konfrontationstherapie zwischen Beamten, Wissenschaftlern und aktiven Bürgern.

Brücken bauen

Rotterdam ist eine Stadt der Brücken. Fünf von ihnen verbinden die verschiedenen Stadtteile miteinander. Die beeindruckende Erasmusbrücke verbindet Nord- und Süd-Rotterdam, Stadtteile, deren Menschen sich früher misstrauisch beäugten und sich nicht einmal besuchten. Die Erasmusbrücke, von den Spitznamen-begeisterten Rotterdamern liebevoll "Der Schwan" genannt, hat das geändert. Durch diese Brücke begann Rotterdam eine Stadt zu werden.

Auch einer meiner vielen Eindrücke auf dem Informed Cities Forum (IFC) war, dass die Veranstalter von ICLEI - Local Governments for Sustainability genau das versuchten: Brücken zu bauen. Das Format der inzwischen 4. IFC wurde entwickelt um Verwaltungsbeamte, lokale Akteure, Stadtplaner und Wissenschaftler zusammenzubringen, damit sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen austauschen und ihre Städte enkeltauglich weiter entwickeln können.

80% des Energieverbrauchs in Dresden speist sich aus Öl und Gas. Erdgas ist der zentrale Energieträger in der Stadt, der für die Bereitstellung von Strom und Wärme eingesetzt wird. Das große Dresdner Fernwärmenetz speist sich aus der Kraft-Wärme-Kopplung im Kraftwerk Nossener Brücke, wo mit hohem Wirkungsgrad das Gas verstromt und die anfallende Wärme ins Netz eingespeist wird.

Wie hoch die Abhängigkeit Dresdens von Erdgas ist, zeigt ein Blick auf die Wärmeversorgung der Haushalte. Folgendes Diagramm zeigt die Entwicklung seit 1988, als Kohle noch fürs Heizen in der Hälfte der Dresdner Wohnungen verantwortlich war. Heute spielt Kohle keine Rolle mehr, dafür ist die Rolle des Erdgases umso größer: Das Heizen mit Gas in den Wohnhäusern und der Bezug von Wärme aus dem Fernwärmenetz (auf Basis von Gas) versorgen zusammen 90% der Dresdner Haushalte. Ohne Gas wär's kalt. Die restliche Wärmeversorgung geschieht durch Öl und in geringem Maße durch andere Energiequellen, zu denen Wärmepumpen, (netzunabhängige) Solarthermie oder Geothermie zählen dürften:

Seit 01. Januar 2015 gibt es einen neuen Makerspace im Dresdner Westen. Verschiedene lokale Initiativen, Künstler und Kreative zeichnen eine neue, gemeinsame Vision: Das Rosenwerk. Die Eröffnung ist für das zweite Wochenende im Mai geplant.

Gemeinsam visionieren

Eine Pause kann man kreativ nutzen. Um dann mit neuem Elan neue Möglichkeiten anzugehen. Der Werk.Stadt.Laden in Dresden Löbtau sah sich u.a. durch die schwierige Raumsituation für gemeinnützige Projekte in Dresden seit Herbst 2014 genötigt, eine Pause einzulegen. Um Entstandenes zu betrachten. Um Möglichkeiten neu zu denken. Anfang dieses Jahres gab es dafür beeindruckende Neuigkeiten. Eine neue Vision war geboren: Das Rosenwerk.

Der Werk.Stadt.Laden bezieht zusammen mit dem FabLabDresden eine ca. 350m² große ehemalige Industrieimmobilie im Dresdner Westen. Gefunden wurden die neuen Räume mit Hilfe der Kreativraumegentur, ein Unternehmen welches zwischen Kreativbranche und Immobilienwirtschaft vermittelt ...

Der Verkehr ist der größte Verbraucher von Mineralöl. Die Verletzlichkeit Dresdens gegenüber Ölkrisen macht sich daher auch stark am Pendlerverhalten fest. Die Arbeitsagentur weiß, wo Menschen wohnen und wo sie arbeiten, weil die Unternehmen diese Daten an die Agentur liefern. Arbeiten Menschen in einem anderen Ort als sie wohnen, gelten sie als Pendler.

Fast 6000 mehr Dresdner als noch im Vorjahr hatten 2014 einen Job: über 205.000 Arbeitende leben in der Landeshauptstadt. Fast 50.000 davon müssen jedoch die Stadt verlassen, um zur Arbeit zu kommen. Der Anteil dieser „Auspendler“ an der arbeitenden Dresdner Bevölkerung beträgt 24,2% und hält sich seit etwa 2009 auf diesem Niveau. Das heißt aber auch: Jeder 4. Dresdner mit Job muss aus der Stadt rausfahren.

In der Stadt arbeiteten 2014 fast 244.000 Menschen. Das sind gegenüber 2013 nochmal 6300 mehr. Allerdings sind 36% davon Nichtdresdner, die also in die Stadt zur Arbeit pendeln (müssen). Mehr als jeder dritte Arbeitsplatz in Dresden kann also nur dadurch besetzt werden, dass Menschen in die Stadt hineinfahren.

Insgesamt überqueren mehr als 137.000 Menschen die Dresdner Stadtgrenze, wobei das regionale Umland das Hauptquell- und -zielgebiet ist. Das ist neuer Rekord:

Pendlerentwicklung Dresdens bis 2014

Termin: 

Mittwoch, 11. Februar 2015 - 18:00

Dresden im Wandel hat ein neues Format:

Einmal im Monat treffen wir uns unmittelbar vor der Plauderbar in der Kerngruppe, um fokussiert an den gerade anstehenden Themen zu arbeiten. Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die bereit sind, Verantwortung für die aktive Netzwerkarbeit und Verbreitung der Transition-Idee zu übernehmen. Wer zuhören, mittun oder spezielle Anliegen einbringen möchte, ist herzlich um 18 Uhr eingeladen.

In der ab 19.30 Uhr anschließenden PlauderBAR können wir uns dann wie gewohnt locker über die Entwicklung unserer Stadt unterhalten.

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