Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

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Termin: 

Freitag, 15. März 2013 - 20:00 bis Freitag, 12. April 2013 - 18:00

Am Freitag, den 15. März 2013 um 20.00 Uhr eröffnet die Galerie im Kunsthaus Raskolnikow, Böhmische Straße 34, eine Ausstellung. Ulrike Gärtner, Felix Liebig, Jan Minack und Annette Nickel geben einen Einblick in ihre soeben begonnene Arbeit an einem neuen Projekt.

Im Laufe des Jahres soll eine kleine, kulturgeschichtliche Sammlung zu den heute weniger bekannten Dresdner Gärten und Gärtnern angelegt werden. Dafür sind alle Orte in der Stadt von Interesse, die irgendwann einmal gärtnerisch oder gartenähnlich genutzt wurden oder werden, auch wenn sie ursprünglich für anderes vorgesehen waren.

Es kann sich um Parks, Kleingärten, verwilderte Grünflächen, Baulücken, Brachland oder ehemalige Gärtnereien handeln. Überall da, wo kaum noch etwas an ihre gärtnerische Bewirtschaftung erinnert und von der Existenz der gartenbaulich genutzten Freiräume kündet – weil die Gegend sich verändert hat, es keine Nachfolger gibt, die Anlagen aufgelassen, verfallen oder ganz von der Bildfläche verschwunden sind – gehen sie langsam auch im Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner verloren.
 

buerger_schafft_gruenDresden vertritt Deutschland im Jahr 2013 beim Europawettbewerb  „Entente Florale"

2012 ging Dresden beim Bundeswettbewerb „Entente Florale" als Sieger aus den 15 Teilnehmerstädten hervor. Dresden wurde mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und erhielt die Nominierung für die Teilnahme am Europawettbewerb.

Kriterien des Europawettbewerbs sind die Themen Landschaft, Grüne Freiräume, Saison- und Dauerbepflanzung, Umwelt, Umweltbildung und Tourismus sowie bürgerschaftliches Engagement. Die internationale Jury wird Dresden mitten im Wettbewerbsjahr im Juli oder August besuchen. Die Preisverleihung findet im September statt.

Einwohnerinnen und Einwohner sind unter dem Motto „Bürger, schafft Grün" ausdrücklich eingeladen, ihren Vorgarten oder Hausgarten in ein Blumenmeer zu verwandeln oder ihre Blumenkästen besonders schön zu bepflanzen und sich auf vielfältige und ganz persönliche Weise für Dresdens Stadtgrün zu engagieren.

Sicher können auch die Dresdner Gemeinschaftsgärten und Freiraumprojekte punkten - mit essbarem "Stadtgrün" und heimischen Insektennährpflanzen!

Entente Florale - Wettbewerbsvorstellung auf Dresden.de
www.entente-florale-deutschland.de/
www.entente-florale.eu/
Veranstaltungen im Wettbewerbsjahr

Im September 2012 luden wir zur 13. SocialBAR ein. Thematisch ging es unter anderem um den Werkstadtladen in Dresden-Löbtau und das Laser-Projekt sowie dresden-durchstarter.de, die loakle Crowdfunding-Plattform für Dresden. Im Rahmen unserer 15. SocialBAR berichteten Bastian und Paul vom Werkstadtladen, in welcher Form sie die dresden-durchstarter.de für ihre Crowdfunding-Aktion einsetzen. Marco von dresden-durchstarter.de interviewte die beiden am Rande der SocialBAR im Alten Wettbüro. Hier das dabei entstandene Video: 

Bleibt nur noch zu sagen - die Aktion war erfolgreich - Dresden hat nun bald einen selbstgebauten Lasercutter - Herzlichen Glückwunsch!!!!

Vom Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist ein Thesenpapier erschienen, in welchem es einführend heißt: 

1. Recht auf Nahrung
 
a. Wettbewerbsverzerrende Subventionen vollständig abschaffen. Ausschließlich ökologische und soziale Leistungen, die für die Gesellschaft und Natur erbracht werden, werden honoriert.Exportsubventionen endgültig abschaffen.
 
b. Den Börsenhandel mit Nahrungsmitteln streng regulieren.
 
c. Sonderstatus der Landwirtschaft innerhalb der WTO-Handelsregeln einführen.
 
2. Nachhaltige Ernährung
 
a. Die Fächer Ernährungslehre, Kochen, Hauswirtschaft in allen allgemeinbildenden Schuleneinführen – ausgerichtet an einem nachhaltigen Ernährungsstil.
 
b. Alle öffentlichen Kantinen auf eine ökologische Kost umstellen.
 
3. Artgerechte Tierhaltung
 
a. Staatliche Investitionszuschüsse für Stallneu- und Umbauten werden generell in allen Bundesländern nur noch für artgerechte Tierhaltungssysteme gewährt, die über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen.
 
b. Strategie umsetzen, mit der alle Betriebe in einer bestimmten Übergangsfrist auf artgerechteTierhaltung umstellen müssen. Diese wird dann im Tierschutzgesetz verankert.
 
4. Kreislaufwirtschaft
 
a. Durch die Produktion bedingte Umwelt- und sonstige gesellschaftliche Kosten den Verursachernzuordnen, durch eine Abgabe auf synthetischen Stickstoff, Pestizide und Importeiweiß sowie deren Umlage zur Förderung nachhaltiger Produktionssysteme.
 
b. Böden dürfen nur noch bei gleichzeitiger Entsiegelung anderer Flächen versiegelt werden.
 
5. Öko-soziale Marktwirtschaft
 
a. Die Wirtschaftsleistung ist mittelfristig mit dem Nationalen Wohlfahrts-Indikator (NWI) anstelledes Bruttosozialprodukts zu messen.
 
b. Betriebliche Umweltmanagementsysteme in Verarbeitungs- und Handelsbetrieben als Grundlage für eine betriebliche Ökobilanz einführen und das Ergebnis steuerlich berücksichtigen
 

Die Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung hatte am 25. Januar 2013 in die Deutschen Werkstätten in Hellerau zu der Veranstaltung "Sachsen 2030 - Quo vadis? - Wir machen uns Sorgen" geladen. Ein echter Lichtblick auf dieser Veranstaltung war der Kurzvortrag von Michael Beleites. Mit seiner freundlichen Genehmigung dürfen wir seinen Vortrag hier wiedergeben. Er betonte, da er über Zukunft spreche, ist der Text natürlich im Konjunktiv gehalten:


Michael Beleites: Wir haben gelernt.

Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befürchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder läuft. Es könnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung führt, die die gesamte westliche Welt betrifft - und diese unmittelbar in eine schwere Ölkrise einmündet. Aus einer Ölkrise erwächst hier schnell eine Mobilitäts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren könnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch künftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen.

Im Jahr 2030 könnte das Schlimmste schon überstanden sein. Und wir haben gelernt – jedenfalls diejenigen von uns, die dann noch da sind.

  • Wir haben gelernt, dass man Geld und Aktien nicht essen kann.
  • Wir haben gelernt, dass uns eine zentrale Versorgung mit Energie und Nahrung verwundbar macht.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft eine breite bäuerliche und handwerkliche Basis braucht, die eine regionale Selbstversorgungsfähigkeit sichert.
  • Wir haben gelernt, dass das Wohlstandsniveau einer instabil verfassten Gesellschaft mit ihrer Fallhöhe identisch ist.

Der Elbtaler, das Regionalgeld für die Region Dresden, ist seit einigen Monaten am Start. In der derzeitigen Phase des Starts des Elbtalers können sich Unternehmer für den Elbtaler registrieren und mit diesem bezahlen. Bevor der Elbtaler für alle Interessierte - also auch dem Endverbraucher - frei gegeben wird, soll zunächst ein Netzwerk von Unternehmern aus der Region Dresden geschaffen werden, welche den Elbtaler aktzeptieren. 

Ein Unternehmen, welches sich für den Einsatz des Elbtalers entschieden hat, ist die Firma "Reichelt – Die Einrichter". Gemeinsam mit Jörg und Manuel Reichelt ist René Ebert Geschäftsführer von Reichelt – Die Einrichter. Der Parkettlegermeister stellt das Unternehmen vor und erzählt, weshalb er beim Elbtaler mitmacht.

2012aktionfahrradparken-150Seit Jahren fehlen am Neustäder Bahnhof in Dresden sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, denn jedes Jahr treten mehr Dresdner in die Pedale und immer mehr Menschen verknüpfen Bahn und Rad für ihre alltäglichen Wege. "Der steigende Anteil des Radverkehrs ist an sich ja eine Chance für Dresden. Man hat aber nicht immer den Eindruck, dass die Stadtverwaltung das auch so sieht. Durch ihr jahrelanges Nichtstun behindert die Stadt die Verkehrsbedürfnisse tausender Pendler. Der Bedarf an Fahrradparkplätzen am Bahnhof ist riesig." sagt Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Dresden.

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