Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

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Vom Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist ein Thesenpapier erschienen, in welchem es einführend heißt: 

1. Recht auf Nahrung
 
a. Wettbewerbsverzerrende Subventionen vollständig abschaffen. Ausschließlich ökologische und soziale Leistungen, die für die Gesellschaft und Natur erbracht werden, werden honoriert.Exportsubventionen endgültig abschaffen.
 
b. Den Börsenhandel mit Nahrungsmitteln streng regulieren.
 
c. Sonderstatus der Landwirtschaft innerhalb der WTO-Handelsregeln einführen.
 
2. Nachhaltige Ernährung
 
a. Die Fächer Ernährungslehre, Kochen, Hauswirtschaft in allen allgemeinbildenden Schuleneinführen – ausgerichtet an einem nachhaltigen Ernährungsstil.
 
b. Alle öffentlichen Kantinen auf eine ökologische Kost umstellen.
 
3. Artgerechte Tierhaltung
 
a. Staatliche Investitionszuschüsse für Stallneu- und Umbauten werden generell in allen Bundesländern nur noch für artgerechte Tierhaltungssysteme gewährt, die über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen.
 
b. Strategie umsetzen, mit der alle Betriebe in einer bestimmten Übergangsfrist auf artgerechteTierhaltung umstellen müssen. Diese wird dann im Tierschutzgesetz verankert.
 
4. Kreislaufwirtschaft
 
a. Durch die Produktion bedingte Umwelt- und sonstige gesellschaftliche Kosten den Verursachernzuordnen, durch eine Abgabe auf synthetischen Stickstoff, Pestizide und Importeiweiß sowie deren Umlage zur Förderung nachhaltiger Produktionssysteme.
 
b. Böden dürfen nur noch bei gleichzeitiger Entsiegelung anderer Flächen versiegelt werden.
 
5. Öko-soziale Marktwirtschaft
 
a. Die Wirtschaftsleistung ist mittelfristig mit dem Nationalen Wohlfahrts-Indikator (NWI) anstelledes Bruttosozialprodukts zu messen.
 
b. Betriebliche Umweltmanagementsysteme in Verarbeitungs- und Handelsbetrieben als Grundlage für eine betriebliche Ökobilanz einführen und das Ergebnis steuerlich berücksichtigen
 

Die Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung hatte am 25. Januar 2013 in die Deutschen Werkstätten in Hellerau zu der Veranstaltung "Sachsen 2030 - Quo vadis? - Wir machen uns Sorgen" geladen. Ein echter Lichtblick auf dieser Veranstaltung war der Kurzvortrag von Michael Beleites. Mit seiner freundlichen Genehmigung dürfen wir seinen Vortrag hier wiedergeben. Er betonte, da er über Zukunft spreche, ist der Text natürlich im Konjunktiv gehalten:


Michael Beleites: Wir haben gelernt.

Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befürchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder läuft. Es könnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung führt, die die gesamte westliche Welt betrifft - und diese unmittelbar in eine schwere Ölkrise einmündet. Aus einer Ölkrise erwächst hier schnell eine Mobilitäts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren könnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch künftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen.

Im Jahr 2030 könnte das Schlimmste schon überstanden sein. Und wir haben gelernt – jedenfalls diejenigen von uns, die dann noch da sind.

  • Wir haben gelernt, dass man Geld und Aktien nicht essen kann.
  • Wir haben gelernt, dass uns eine zentrale Versorgung mit Energie und Nahrung verwundbar macht.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft eine breite bäuerliche und handwerkliche Basis braucht, die eine regionale Selbstversorgungsfähigkeit sichert.
  • Wir haben gelernt, dass das Wohlstandsniveau einer instabil verfassten Gesellschaft mit ihrer Fallhöhe identisch ist.

Der Elbtaler, das Regionalgeld für die Region Dresden, ist seit einigen Monaten am Start. In der derzeitigen Phase des Starts des Elbtalers können sich Unternehmer für den Elbtaler registrieren und mit diesem bezahlen. Bevor der Elbtaler für alle Interessierte - also auch dem Endverbraucher - frei gegeben wird, soll zunächst ein Netzwerk von Unternehmern aus der Region Dresden geschaffen werden, welche den Elbtaler aktzeptieren. 

Ein Unternehmen, welches sich für den Einsatz des Elbtalers entschieden hat, ist die Firma "Reichelt – Die Einrichter". Gemeinsam mit Jörg und Manuel Reichelt ist René Ebert Geschäftsführer von Reichelt – Die Einrichter. Der Parkettlegermeister stellt das Unternehmen vor und erzählt, weshalb er beim Elbtaler mitmacht.

2012aktionfahrradparken-150Seit Jahren fehlen am Neustäder Bahnhof in Dresden sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, denn jedes Jahr treten mehr Dresdner in die Pedale und immer mehr Menschen verknüpfen Bahn und Rad für ihre alltäglichen Wege. "Der steigende Anteil des Radverkehrs ist an sich ja eine Chance für Dresden. Man hat aber nicht immer den Eindruck, dass die Stadtverwaltung das auch so sieht. Durch ihr jahrelanges Nichtstun behindert die Stadt die Verkehrsbedürfnisse tausender Pendler. Der Bedarf an Fahrradparkplätzen am Bahnhof ist riesig." sagt Konrad Krause, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Dresden.

Auf Telepolis ist ein Beitrag von Stefanie Eisenreich zur Transition-Town-Bewegung als Antwort auf KlimawandelPeak Oil und Wirtschaftskrise erschienen:

Umweltkatastrophen, Erderwärmung, Peak Oil und Wirtschaftskrisen bestimmen mittlerweile - global betrachtet - unseren Alltag. Medien berichten beinah täglich darüber und der Klimawandel scheint nicht aufzuhalten zu sein. Wir sind in einer Zeit angekommen, in welcher wir uns fragen müssen, wann uns Ressourcen wie Erdöl ausgehen und welche Alternativen uns zur Verfügung stehen. 2010 konnte eine Studie der Bundeswehr belegen, dass etwa 90% aller industriell gefertigten Produkte von der Verfügbarkeit von Erdöl abhängen, während ebenfalls 90% aller Förderstaaten ihren Peak Oil bereits überschritten haben oder bis 2015 noch überschreiten werden.

Der Beitrag berichtet am Beispiel von Dresden von den Städten im Wandel und führt Beispielhaft Initiativen in Dresden, wie das UFER-Projekt, den Elbtaler und das Umundu-Festival auf.

Am Sonntag fand das erste Treffen des entstehenden Netzwerks urbaner Gärten – das noch einen Namen sucht - in Dresden statt.

Sebastian, Anne und ich von den UFER-Projekten hatten auf den urgemütlichen Dachboden des Löbtauer Wohnprojektes WUMS eingeladen. Es kamen 30 Mitglieder von 8 bestehenden oder in Planung befindlichen Dresdener Projekten, zwei Gründungsmitglieder des entstehenden Hamburger Gartennetzwerks “grünanteil”, Aktive aus Chemnitz und aus Hartha, Mitglieder der Umweltverbünde NABU und Grüne Liga, ein Ortsbeirat der Dresdener Altstadt, sowie – sehr überraschend und umso erfreulicher – eine Mitarbeiterin des Grünflächenamtes der Stadt Dresden.

Wir wollen Kräfte bündeln ...

Unser Ziel für die Netzwerkgründung ist es, Synergieeffekte anzukurbeln und dem urbanen Gemeinschaftsgärtnern in Dresden eine starke Stimme zu geben, um über die damit verbundenen Möglichkeiten für einen Wandel der Stadtentwicklung kommunizieren zu können. Außerdem können Projekte und Ressourcen sichtbarer und damit nutzbarer werden.

Das Treffen selbst sollte eine Plattform für näheres Kennenlernen und einen ersten strukturierten Austausch darüber bieten, welche Wünsche die Einzelnen für das Netzwerk haben, und helfen, Vorstellungen über mögliche Ziele und Rahmen abzugleichen.

Wandlungsprozesse benötigen Räume, welche auf der einen Seite genügend Struktur bieten, dass sich ein solcher Prozess manifestiert, welche aber auf der anderen Seite auch genügend chaotische Strukturen zulassen, dass Neues enstehen kann. Verschiedene Methoden haben sich hierfür entwickelt und werden weiter entwickelt. Allem voran lassen sich hier Formate nennen wie:

  • World Café
  • Circle (Kreis)
  • Open Space
  • Pro Action Café

Art of Hosting“ (AoH) könnte man mit „Die Kunst, Gastgeber für gute Gespräche zu sein“ übersetzen. Konkret geht es darum, bunt zusammengewürfelte Gruppen handlungsfähig zu machen, indem qualitätsvolle Räume geschaffen werden, in denen diese Gruppen miteinander über die wirklich wesentlichen Dinge sprechen. Auf dieser Basis können dann gute Lösungen entwickelt werden, die nicht nur innovativ sind, sondern auch breite Zustimmung, Identifikation und Akzeptanz finden.

„Art of Hosting“ ist dabei mehr als eine Methode, es ist eine Haltung. „Art of Hosting“ steht für kollektive Intelligenz, Zusammenarbeit und Selbstorganisation. Und – weil als Open Source Technologie organisiert – ist es gewissermaßen „das Linux-Betriebssystem für Veränderungsprozesse“.

Angehangen ist ein Handbuch, welches diese Methoden vorstellt und aufzeigt, was zu berücksichtigen ist. 

Vom Wachstumskritiker Nico Paech ist ein lesenswertes Interview auf tagesspiegel.de erschienen. 

Das Interview endet mit den Worten: 

Für unseren jetzigen Lebensstil gibt es keine Hoffnung, für ein anderes, genügsameres Wohlergehen der Gesellschaft durchaus. Und zum Absaufen unserer Konsumgesellschaft pfeife ich gern eine tröstende Melodie.

Menschen wollen sich begeistern, sich identifizieren und sich einbringen. Socialbars zeigen, wie zivilgesellschaftliches Engagement und Partizipation durch die Kultur der sozialen Medien gestärkt werden können.
 
Seit 2008 fördert die Socialbar als zentraler Akteur in Deutschland, Schweiz und Österreich die Auseinandersetzung mit dem Thema Zivilgesellschaft im Medienwandel, indem sie lokale Räume für Information, Austausch und Vernetzung schafft.
 
Ob sich Menschen in Zukunft noch besser einbringen können, wird sich vor allem durch die Angebote der Institutionen entscheiden, welche für die Gestaltung unserer Kultur und Gesellschaft mit verantwortlich sind – etwa in Kommunen oder auf Bundesebene. Die Socialbar hat sich auf den Weg gemacht, diesen Prozess aktiv zu gestalten und voranzutreiben, indem sie in vielen Städten gesellschaftliche Lernorte geschaffen hat. Die angehängte Broschüre zeigt das Potential des SocialBAR-Formates auf.
 
Die SocialBAR wird in Dresden von der Evoluzzer-Gruppe angeboten.

Der Elbtaler, die Regionalwährung für die Region Dresden, ist mit einer Pionierphase seit einiger Zeit am Laufen. Alle technischen und vertraglichen Vorraussetzungen wurden für den Elbtaler-Start geschaffen und der Elbtaler hat seine Tore eröffnet. Im Moment können Unternehmer am Elbtaler teilnehmen und für sich ein Elbtaler-Konto eröffnen lassen. 

All das findet auf www.elbtaler.net statt, dem Elbtaler-RegionalAtlas. Dort kann man erfahren, welche Unternehmen bereits am Elbtaler teilnehmen. Ebenso kann dort ein Elbtaler-Konto beantragt werden. 

Vor allem für Unternehmer, für welche diese Startphase interessant ist, aber auch für alle Interessierten, wurde eine Informations-Broschüre erstellt. Die Broschüre gibt Auskunft darüber, was es für Unternehmer bedeutet, am Regionalgeld Elbtaler teilzunehmen. 

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