Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

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Der Verkehr ist der größte Verbraucher von Mineralöl. Die Verletzlichkeit Dresdens gegenüber Ölkrisen macht sich daher auch stark am Pendlerverhalten fest. Die Arbeitsagentur weiß, wo Menschen wohnen und wo sie arbeiten, weil die Unternehmen diese Daten an die Agentur liefern. Arbeiten Menschen in einem anderen Ort als sie wohnen, gelten sie als Pendler.

Fast 6000 mehr Dresdner als noch im Vorjahr hatten 2014 einen Job: über 205.000 Arbeitende leben in der Landeshauptstadt. Fast 50.000 davon müssen jedoch die Stadt verlassen, um zur Arbeit zu kommen. Der Anteil dieser „Auspendler“ an der arbeitenden Dresdner Bevölkerung beträgt 24,2% und hält sich seit etwa 2009 auf diesem Niveau. Das heißt aber auch: Jeder 4. Dresdner mit Job muss aus der Stadt rausfahren.

In der Stadt arbeiteten 2014 fast 244.000 Menschen. Das sind gegenüber 2013 nochmal 6300 mehr. Allerdings sind 36% davon Nichtdresdner, die also in die Stadt zur Arbeit pendeln (müssen). Mehr als jeder dritte Arbeitsplatz in Dresden kann also nur dadurch besetzt werden, dass Menschen in die Stadt hineinfahren.

Insgesamt überqueren mehr als 137.000 Menschen die Dresdner Stadtgrenze, wobei das regionale Umland das Hauptquell- und -zielgebiet ist. Das ist neuer Rekord:

Pendlerentwicklung Dresdens bis 2014

Termin: 

Mittwoch, 11. Februar 2015 - 18:00

Dresden im Wandel hat ein neues Format:

Einmal im Monat treffen wir uns unmittelbar vor der Plauderbar in der Kerngruppe, um fokussiert an den gerade anstehenden Themen zu arbeiten. Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die bereit sind, Verantwortung für die aktive Netzwerkarbeit und Verbreitung der Transition-Idee zu übernehmen. Wer zuhören, mittun oder spezielle Anliegen einbringen möchte, ist herzlich um 18 Uhr eingeladen.

In der ab 19.30 Uhr anschließenden PlauderBAR können wir uns dann wie gewohnt locker über die Entwicklung unserer Stadt unterhalten.

Es ist so weit: der detaillierte Abschlussbericht zur Dresdner Debatte zum Stadtentwicklungskonzept "Zukunft Dresden 2025+" steht nun auf der Debatten-Website zum Download bereit. Vom 10. Juni bis 5. Juni 2014 diskutierten die Dresdner gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern das Gesamtkonzept sowie die Planungen für die 17 Schwerpunkträume. Insgesamt gingen in den vier Wochen der Beteiligung 526 Beiträge und 653 Kommentare ein, die dann im Laufe des Herbstes detailliert geprüft und analysiertwurden. Die Auswertungsergebnisse sowie weiterführende Informationen hierzu finden sich im PDF unter:

Abschlußbericht zur 4. Dresdner Debatte (PDF)

Am Mittwoch Abend gab es einen ziemlich schönen Vernetzungs-Abend im Greenpeace-Büro, der unaufgeregt, unangestrengt und umso wirkungsvoller war:

Eine unkomplizierte Struktur

Die Greenpeaceler hatten verschiedenste Nachhaltigkeits-Initiativen eingeladen, um sich zu begegnen und zu schauen, wo Kräfte gebündelt werden können. Von den verschiedenen Umweltschutz-Organisationen über Sukuma, alternative Stadtführungen, Transition Town und die politische Samba-Band bis hin zu UFER und dem GartenNetzwerk war ein gutes Dutzend Initiativen anwesend, sodass die etwa 40 Leute das recht kleine Büro auf der Martin-Luther-Straße 11 proppevoll ausfüllten.

Trotzdem war es entspannt - und das ohne große Vorbereitung: Es gab eine ziemlich lange Vorstellungs-Runde, die aber nicht langweilig wurde, weil man nicht nur seine Initiative vorstellte, sondern auch sagte, an welchen spannenden Aktivitäten man gerade oder dieses jahr konkret arbeitet, die auch für andere interessant sein könnten.
Und tatsächlich entsponnen sich Netze zwischen den verschiedenen Themen, einige wurden öfter genannt, manche waren offensichtlich eine gute Ergänzung zu anderen. Und so kristallisierten sich Themenblöcke heraus, an denen wir in Kleingruppen gut aktionsorientiert rumspinnen konnten. Da ging es einerseits vor allem um Böden, Kohle und Extraktivismus und andererseits um Alternative Finanz- und Wirtschafts-Ansätze.

Zur Zeit finden montags an allen Ecken dieser Stadt spannende politische Veranstaltungen statt. Diesen Montag wurde u.a. beim Dresdner Umweltgespräch über die Zwischennutzung von Brachflächen diskutiert.

Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 2025: Anstelle stark befahrener und zugeparkter Straßen prägen Grünstreifen, Fuß- und Radwege das Stadtbild. Die meisten Menschen haben kein eigenes Auto mehr, die wenigen verbleibenden Autos fahren mit Elektroantrieb. Dafür sind alle Ziele bequem zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Tickets für Busse und Bahnen braucht man nicht mehr, seit die Kosten des öffentlichen Personennahverkehrs nach dem Solidarprinzip auf alle Einwohner/innen zwischen 18 und 65 Jahren umgelegt werden. Durch die große Masse der Beitragszahler zahlen Sie für ein öffentliches Mobilitätsangebot, das so dicht ist wie nie zuvor, weniger als die Hälfte der Kosten einer früheren Monatskarte.

Schön wär's, sagen Sie jetzt vielleicht, aber ist das nicht eine völlig unrealistische Utopie? Der Artikel "Die fast autofreie Großstadt - Utopie oder machbare Zukunftsvision?" zeigt auf, dass eine deutliche Verlagerung des innerstädtischen Personenverkehrs weg vom Pkw hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr nicht nur erhebliche Potenziale für die Gestaltung einer für alle Menschen lebenswerten Stadt bietet, sondern auch machbar ist. Voraussetzung ist eine Stadt- und Verkehrsplanung, die durch konsequente und wirksame Maßnahmen die umweltfreundlichen Verkehrsträger stärkt und den besonders umweltschädlichen motorisierten Individualverkehr reduziert.

Wer in den vergangenen Wochen durch Dresden lief, stolperte an den zahlreichen Werbevitrinen vorbei auch über dieses Plakat:

Wasser, Strom, Erdgas und Wärme sind die Lebenselixiere meiner Stadt“ heißt es da. Die Dresdner Stadtwerke werben um Kunden und doch fehlt etwas wichtiges in der Liste der Lebenselixiere: Öl. Denn ohne Öl würde mangels Mobilität eine Menge Leben in der Stadt fehlen. Auf Anfrage erklärt man mir das naheliegende: „Öl fehlt, weil die DREWAG nur Trinkwasser, Erdgas, Strom und Fernwärme für Dresden liefert.“

Achja, stimmt.

Aber an wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man mehr über das Lebenselixier Öl im Stadtkontext erfahren will? Schnell stellt man fest: Es gibt keinen zentralen Ansprechpartner, obwohl ölbasierte Treibstoffe für diese Stadt mindestens so wichtig sind wie Wasser, Strom, Erdgas und Wärme. Für die Treibstoffversorgung fühlt sich bislang niemand so recht verantwortlich.

Dank der Unterstützung aus dem Transition Town Dresden Netzwerk konnte ich am Transition-Treffen vom 03. bis 05. Oktober 20014 teilnehmen. Hier veröffentliche eine Zusammenfassung der beiden "Zwischenberichte". Meinen "Abschlussbericht", der inbesondere meine persönlichen Eindrücke des Treffens widerspiegelt, habe ich hier auf meinem Blog veröffentlicht: http://s8ren.de/blog/transit-ion/ 

Die Anreise gestern verzögerte sich leider um einige Stunden, so dass ich erst gegen Abend hier eingetroffen bin. Aber an einigen interessanten Veranstaltungen konnte ich bereits teilnehmen, darunter die Filmvorführung "Der große Demokrator", die in der Session "Art of Hosting" fortgeführt wurde. Im Kern geht es um Aktivierungs- und Beteiligungsprozesse. Als Quintessenz lässt sich sagen: Erst Rahmen- und Strukturvorgaben schaffen die Freiheit, um sich einer Herausforderung widmen zu können und handlungsfähig zu sein. Es viel der schöne Satz "Solange reden bis einer weint, ist auch nicht zielführend." Die Beziehungsebene zwischen allen beteiligten Akteuren ist erfolgsentscheident. Erst die Bereitschaft sich zu öffnen und verletzbar zu machen, kann echte Beziehungen entstehen lassen
 
Aus dem Workshop "Transition kommunizieren" konnte ich mitnehmen, dass ein hohes Koherenzgefühl notwendig ist, um erfolgreich "den Wandel" zu kommunizieren. Mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe hangelt mensch sich dafür am besten an folgenen Fragen entlang: Was ist nötig, um das Gefühl zu vermitteln, dass (ein Problem) erklärbar und verstehbar ist? Was ist nötig, um das Gefühl zu vermitteln, dass (ein Problem) zu bewältigen ist? Was ist nötig, um das Gefühl zu vermitteln, dass es sich lohnt dieses Problem anzugehen?

Auf der Degrowth-Konferenz stehen konkrete Schritte für eine Gesellschaft jenseits von Wachstumszwängen im Mittelpunkt. Die Konferenz bietet einen Raum für wissenschaftliche Debatten, den Austausch zwischen Aktivistinnen & Aktivisten und wirtschaftlichen Pionierinnen und Pionieren sowie künstlerische Ansätze zum Thema. Es werden aktuelle Forschungsergebnisse sowie konkrete Projekte und Politikvorschläge vorgestellt, ausprobiert und diskutiert. Die Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig ist Teil eines internationalen Veranstaltungszyklus: bislang gab es 2008 in Paris, 2010 in Barcelona und 2012 in Venedig sowie in Montreal Degrowth-Konferenzen.

Vom 02.09. bis 06.09.2014 wird die Degrowth-Konferenz in Leipzig stattfinden. Auch wir Dresdner werden mit einigen Beiträge vertreten sein ...

Kurz vor den Landtagswahlen im August 2014 trat eine Wirtschaftsinitiative eine Diskussion um die Entwicklung des Dresdner Flughafens los mit dem Ziel, die Landesregierung als Miteigentümerin des Flughafens dafür zu gewinnen, den Flughafenbetrieb auszubauen und wieder für mehr Flugverbindungen zu sorgen. (SZ: Flaute am Flughafen – Wirtschaft greift Tillich an) Flugzeuge werden mit Kerosin auf Erdöl-Basis betrieben werden, deshalb passt dieses Thema in die Artikelserie zu „Dresden auf Entzug“.

Die Verkehrsstatistik des Flughafens zeigt: Nach der Wende vervielfachten sich die Passagierzahlen von 200.000 in 1990 auf über 1,7 Millionen binnen 5 Jahren. Mit spürbaren Schwankungen wurde das Passagiermaximum 2011 mit über 1,9 Millionen Passagieren erreicht. Seitdem sinken die Passagierzahlen ebenso wie die Verbindungen der Fluglinien und auch die Zahl der Läden im Flughafengebäude, was 2014 zu verstärkter medialer Beobachtung des Flughafens führte.

Am Dresdner Flughafen sinken nicht nur die Passagierzahlen, sondern auch die Zahl der Flugzeugbewegungen seit 2011 und die abgefertigte Luftfracht. Wie folgendes Diagramm zeigt, hat die Luftfracht in Dresden ihren Peak schon im Jahr 2000 überschritten und die Anzahl der Flugbewegungen hatte ihr Maximum bereits 1995.

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