Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

Hier kannst Du:

  • Dich mit anderen Mitgestaltern dieser Stadt vernetzen
  • einen Überblick über die Aktivitäten in den Gruppen dieser Stadt erhalten
  • Dir einen Überblick über aktuelle Veranstaltungen & andere Termine verschaffen
  • Wissen bekommen und Wissen verbreiten
  • Dich mit Gleichgesinnten austauschen

Machst du mit?

Wenn Du angemeldet bist, kannst Du eigene Beiträge verfassen oder kommentieren, im Forum schreiben und Dich mit anderen austauschen ► zur Anmeldung

Es ist so weit: der detaillierte Abschlussbericht zur Dresdner Debatte zum Stadtentwicklungskonzept "Zukunft Dresden 2025+" steht nun auf der Debatten-Website zum Download bereit. Vom 10. Juni bis 5. Juni 2014 diskutierten die Dresdner gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern das Gesamtkonzept sowie die Planungen für die 17 Schwerpunkträume. Insgesamt gingen in den vier Wochen der Beteiligung 526 Beiträge und 653 Kommentare ein, die dann im Laufe des Herbstes detailliert geprüft und analysiertwurden. Die Auswertungsergebnisse sowie weiterführende Informationen hierzu finden sich im PDF unter:

Abschlußbericht zur 4. Dresdner Debatte (PDF)

Am Mittwoch Abend gab es einen ziemlich schönen Vernetzungs-Abend im Greenpeace-Büro, der unaufgeregt, unangestrengt und umso wirkungsvoller war:

Eine unkomplizierte Struktur

Die Greenpeaceler hatten verschiedenste Nachhaltigkeits-Initiativen eingeladen, um sich zu begegnen und zu schauen, wo Kräfte gebündelt werden können. Von den verschiedenen Umweltschutz-Organisationen über Sukuma, alternative Stadtführungen, Transition Town und die politische Samba-Band bis hin zu UFER und dem GartenNetzwerk war ein gutes Dutzend Initiativen anwesend, sodass die etwa 40 Leute das recht kleine Büro auf der Martin-Luther-Straße 11 proppevoll ausfüllten.

Trotzdem war es entspannt - und das ohne große Vorbereitung: Es gab eine ziemlich lange Vorstellungs-Runde, die aber nicht langweilig wurde, weil man nicht nur seine Initiative vorstellte, sondern auch sagte, an welchen spannenden Aktivitäten man gerade oder dieses jahr konkret arbeitet, die auch für andere interessant sein könnten.
Und tatsächlich entsponnen sich Netze zwischen den verschiedenen Themen, einige wurden öfter genannt, manche waren offensichtlich eine gute Ergänzung zu anderen. Und so kristallisierten sich Themenblöcke heraus, an denen wir in Kleingruppen gut aktionsorientiert rumspinnen konnten. Da ging es einerseits vor allem um Böden, Kohle und Extraktivismus und andererseits um Alternative Finanz- und Wirtschafts-Ansätze.

Zur Zeit finden montags an allen Ecken dieser Stadt spannende politische Veranstaltungen statt. Diesen Montag wurde u.a. beim Dresdner Umweltgespräch über die Zwischennutzung von Brachflächen diskutiert.

Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 2025: Anstelle stark befahrener und zugeparkter Straßen prägen Grünstreifen, Fuß- und Radwege das Stadtbild. Die meisten Menschen haben kein eigenes Auto mehr, die wenigen verbleibenden Autos fahren mit Elektroantrieb. Dafür sind alle Ziele bequem zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Tickets für Busse und Bahnen braucht man nicht mehr, seit die Kosten des öffentlichen Personennahverkehrs nach dem Solidarprinzip auf alle Einwohner/innen zwischen 18 und 65 Jahren umgelegt werden. Durch die große Masse der Beitragszahler zahlen Sie für ein öffentliches Mobilitätsangebot, das so dicht ist wie nie zuvor, weniger als die Hälfte der Kosten einer früheren Monatskarte.

Schön wär's, sagen Sie jetzt vielleicht, aber ist das nicht eine völlig unrealistische Utopie? Der Artikel "Die fast autofreie Großstadt - Utopie oder machbare Zukunftsvision?" zeigt auf, dass eine deutliche Verlagerung des innerstädtischen Personenverkehrs weg vom Pkw hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr nicht nur erhebliche Potenziale für die Gestaltung einer für alle Menschen lebenswerten Stadt bietet, sondern auch machbar ist. Voraussetzung ist eine Stadt- und Verkehrsplanung, die durch konsequente und wirksame Maßnahmen die umweltfreundlichen Verkehrsträger stärkt und den besonders umweltschädlichen motorisierten Individualverkehr reduziert.

Wer in den vergangenen Wochen durch Dresden lief, stolperte an den zahlreichen Werbevitrinen vorbei auch über dieses Plakat:

Wasser, Strom, Erdgas und Wärme sind die Lebenselixiere meiner Stadt“ heißt es da. Die Dresdner Stadtwerke werben um Kunden und doch fehlt etwas wichtiges in der Liste der Lebenselixiere: Öl. Denn ohne Öl würde mangels Mobilität eine Menge Leben in der Stadt fehlen. Auf Anfrage erklärt man mir das naheliegende: „Öl fehlt, weil die DREWAG nur Trinkwasser, Erdgas, Strom und Fernwärme für Dresden liefert.“

Achja, stimmt.

Aber an wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man mehr über das Lebenselixier Öl im Stadtkontext erfahren will? Schnell stellt man fest: Es gibt keinen zentralen Ansprechpartner, obwohl ölbasierte Treibstoffe für diese Stadt mindestens so wichtig sind wie Wasser, Strom, Erdgas und Wärme. Für die Treibstoffversorgung fühlt sich bislang niemand so recht verantwortlich.

Dank der Unterstützung aus dem Transition Town Dresden Netzwerk konnte ich am Transition-Treffen vom 03. bis 05. Oktober 20014 teilnehmen. Hier veröffentliche eine Zusammenfassung der beiden "Zwischenberichte". Meinen "Abschlussbericht", der inbesondere meine persönlichen Eindrücke des Treffens widerspiegelt, habe ich hier auf meinem Blog veröffentlicht: http://s8ren.de/blog/transit-ion/ 

Die Anreise gestern verzögerte sich leider um einige Stunden, so dass ich erst gegen Abend hier eingetroffen bin. Aber an einigen interessanten Veranstaltungen konnte ich bereits teilnehmen, darunter die Filmvorführung "Der große Demokrator", die in der Session "Art of Hosting" fortgeführt wurde. Im Kern geht es um Aktivierungs- und Beteiligungsprozesse. Als Quintessenz lässt sich sagen: Erst Rahmen- und Strukturvorgaben schaffen die Freiheit, um sich einer Herausforderung widmen zu können und handlungsfähig zu sein. Es viel der schöne Satz "Solange reden bis einer weint, ist auch nicht zielführend." Die Beziehungsebene zwischen allen beteiligten Akteuren ist erfolgsentscheident. Erst die Bereitschaft sich zu öffnen und verletzbar zu machen, kann echte Beziehungen entstehen lassen
 
Aus dem Workshop "Transition kommunizieren" konnte ich mitnehmen, dass ein hohes Koherenzgefühl notwendig ist, um erfolgreich "den Wandel" zu kommunizieren. Mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe hangelt mensch sich dafür am besten an folgenen Fragen entlang: Was ist nötig, um das Gefühl zu vermitteln, dass (ein Problem) erklärbar und verstehbar ist? Was ist nötig, um das Gefühl zu vermitteln, dass (ein Problem) zu bewältigen ist? Was ist nötig, um das Gefühl zu vermitteln, dass es sich lohnt dieses Problem anzugehen?

Auf der Degrowth-Konferenz stehen konkrete Schritte für eine Gesellschaft jenseits von Wachstumszwängen im Mittelpunkt. Die Konferenz bietet einen Raum für wissenschaftliche Debatten, den Austausch zwischen Aktivistinnen & Aktivisten und wirtschaftlichen Pionierinnen und Pionieren sowie künstlerische Ansätze zum Thema. Es werden aktuelle Forschungsergebnisse sowie konkrete Projekte und Politikvorschläge vorgestellt, ausprobiert und diskutiert. Die Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig ist Teil eines internationalen Veranstaltungszyklus: bislang gab es 2008 in Paris, 2010 in Barcelona und 2012 in Venedig sowie in Montreal Degrowth-Konferenzen.

Vom 02.09. bis 06.09.2014 wird die Degrowth-Konferenz in Leipzig stattfinden. Auch wir Dresdner werden mit einigen Beiträge vertreten sein ...

Kurz vor den Landtagswahlen im August 2014 trat eine Wirtschaftsinitiative eine Diskussion um die Entwicklung des Dresdner Flughafens los mit dem Ziel, die Landesregierung als Miteigentümerin des Flughafens dafür zu gewinnen, den Flughafenbetrieb auszubauen und wieder für mehr Flugverbindungen zu sorgen. (SZ: Flaute am Flughafen – Wirtschaft greift Tillich an) Flugzeuge werden mit Kerosin auf Erdöl-Basis betrieben werden, deshalb passt dieses Thema in die Artikelserie zu „Dresden auf Entzug“.

Die Verkehrsstatistik des Flughafens zeigt: Nach der Wende vervielfachten sich die Passagierzahlen von 200.000 in 1990 auf über 1,7 Millionen binnen 5 Jahren. Mit spürbaren Schwankungen wurde das Passagiermaximum 2011 mit über 1,9 Millionen Passagieren erreicht. Seitdem sinken die Passagierzahlen ebenso wie die Verbindungen der Fluglinien und auch die Zahl der Läden im Flughafengebäude, was 2014 zu verstärkter medialer Beobachtung des Flughafens führte.

Am Dresdner Flughafen sinken nicht nur die Passagierzahlen, sondern auch die Zahl der Flugzeugbewegungen seit 2011 und die abgefertigte Luftfracht. Wie folgendes Diagramm zeigt, hat die Luftfracht in Dresden ihren Peak schon im Jahr 2000 überschritten und die Anzahl der Flugbewegungen hatte ihr Maximum bereits 1995.

Fortsetzung von DDaE, Teil 5 - Tourismus als Dresdner Risikofaktor

Der durchschnittliche Dresden-Besucher bleibt gerade einmal 2,1 Tage in der Stadt. Dresden-Touristen sind Kurztrip-Besucher. Das Problem bei Kurztrips: Das Verhältnis zwischen Reiseweg und Urlaubszeit ist schlecht. Man ist vergleichsweise viel Zeit unterwegs und relativ wenig Zeit am Urlaubsort. Exergetisch betrachtet: Das Verhältnis zwischen Energieaufwand für An- und Abreise und Aufenthaltsintensität ist schlecht. Kurztripper investieren also relativ viel Energie in relativ wenig Aufenthaltsdauer. Bei steigenden Energiepreisen ist zu erwarten, dass die Zahl der Kurztripper abnimmt. Aber bedeutet dies dann auch, dass dieselbe Zahl an Touristen einfach länger bleibt? Wohl kaum. Vielfach könnten viele Kurztrips einfach ausfallen, weil sie teurer werden. Wer länger bleibt, für den lohnt auch eine teure Anfahrt. Das bedeutet mindestens eine Veränderung für die Dresdner Tourismus-Infrastruktur, möglicherweise aber auch einen absoluten Rückgang der Zahl der Besucher, der Übernachtungen und der nach Dresden geflossenen Kaufkraft.

Laut Wertschöpfungsanalyse 2012 gibt jeder Dresden-Besucher 97 Euro pro Tag aus, wobei Tagestouristen sich die Übernachtung sparen. 23% dieser Summe fließen in die Übernachtung (→ Hotelgewerbe), 21% in Essen und Trinken (→ Gastronomiegewerbe), 17% in Führungen und Eintrittsgelder (→ Museen, Theater, Kultur) und 29% in Shopping (→ Einzelhandel und dort vor allem die Händler von Kleidung und Schuhen). Vor allem Tagesgäste kommen zum Shoppen in die Stadt, wobei steigende Ölpreise die „Shoppingfahrtkultur“ ausbremsen könnten.

Fazit: Dresden hat sich als Tourismusziel etabliert: Vor allem als Ziel für Kurztrips. Die steigende Bedeutung des Tourismus für die verschiedene Wirtschaftssektoren und die Einkommen in der Stadt hat bringt Risiken bei steigenden Mobilitätskosten mit sich. Die Tourismusströme könnten sich stark verändern, sollte die Energie für Mobilität teurer werden, was angesichts des Peak-Oil-Problems wahrscheinlich ist. Dann allerdings schrumpft der aktuell stark wachsende Wirtschaftssektor und die mit ihm verbundenen Branchen, was angesichts des Beitrags von 5% zum Gesamteinkommen in Dresden ein nennenswertes Risiko für die Stadtgesellschaft darstellt.

Der nächste Artikel wirft angesichts der aktuellen Debatte einen Blick auf den Dresdner Flughafen.

Alle Daten sind Publikationen der Dresden Marketing GmbH entnommen.

Dieser Artikel gehört zur Artikelserie „Dresden auf Entzug“ auf Dresden-im-Wandel.de. Er darf nach Rücksprache gern in anderen Blogs veröffentlicht und in anderen Medien abgedruckt werden. Verantwortungsvolle Unternehmen, die die Fortführung dieser Serie unterstützen wollen, sind als Sponsoren willkommen. Vortragsanfragen ebenso.

Sommer 2014: Alle machen Urlaub. Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, nicht nur für die Erholung der Arbeitenden, sondern auch, weil er für das Einkommen tausender Familien auch in Dresden sorgt: Hotels, Museen, Gastronomie, Reisebüros, Busunternehmen – alle profitieren von der Reiselust. Für 20.000 volle Arbeitsplätze ist nach einer aktuellen Wertschöpfungsanalyse der Tourismus verantwortlich. Er generiert fast 1 Milliarde Euro Umsatz in Dresden, woraus 474 Millionen Euro Einkommen wurden und trägt damit einen Anteil von 5,3% zum Gesamteinkommen in Dresden bei.

Fast 2 Millionen Besucher, die 4,1 Millionen Nächte in Dresden blieben, verzeichnete die Dresden Marketing GmbH für 2013. Die 2012 durchgeführte Wertschöpfungsanalyse kommt sogar auf 5,2 Millionen Übernachtungen. 22.500 Betten stehen für Besucher zur ständigen Verfügung. Tendenz all dieser Kennzahlen: Steigend. Die Prognose, die die Marketinggesellschaft auf Basis der vergangenen Entwicklung und externer Annahmen über die Welttourismusentwicklung ableitet: 5,4 Millionen Übernachtungen in 2020 bei einem jährlichen Wachstum von 4%. Klingt gut, oder?

Du interessierst dich für Nachhaltigkeitsthemen?  Sie kennen die Akteure des Wandels aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik in Dresden?

Du möchtest gerne über deren Aktivitäten berichten? Es reizt Sie, in einem europäischen Kooperationsprojekt mit zu arbeiten?

Das europäische ARTS-Projekt, für Dresden am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) angesiedelt, sucht in Dresden, Stockholm, Budapest, Brighton und Genk talentierte und neugierige BloggerInnen, die über Nachhaltigkeits-Initiativen und Projektaktivitäten berichten.
 
ARTS ist ein europäisches Forschungsprojekt dessen Team zu ergründen versucht, wie Anstrengungen zum stadtregionalen Wandel unterstützt und Veränderungsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit beschleunigt werden können. Hierfür adressieren wir lokal ansässige Akteure des Wandels – sowohl aus dem zivilgesellschaftlichen wie auch öffentlichen und privatwirtschaftlichen Bereich, um theoretische Erkenntnisse zu gesellschaftlichen Veränderungsprozessen vor dem Hintergrund Ihrer praktischen Erfahrungen zu diskutieren.
 
Der/die BloggerIn soll dabei in den nächsten 2 Jahren sowohl aus dem ARTS-Projekt, als auch aus der Transitionregion Dresden berichten. Mehr Infos finden sich hier http://www.ioer.de/projekte/aktuelle-projekte/arts/
 

Termin: 

Donnerstag, 28. August 2014 - 20:00

Der Film läuft vor dem offiziellen Kinostart in der folgenden Woche im gemütlichen Garten.

„Who Cares“ ist ein Dokumentarfilm über Sozialunternehmer auf der ganzen Welt – begeisternde, charismatische Menschen wie Nobelpreisträger Mohammad Yunus und Ashoka Gründer Bill Drayton, die die großen Probleme der heutigen Zeit mit Mut, Idealismus, Kreativität, Pragmatismus, und Beharrlichkeit erfolgreich bekämpfen. Im Film schildern sie ihre Träume, ihre Herausforderungen, ihre Sicht der Welt, und was sie auf ihrer bewegten Reise über effektives Sozialunternehmertum gelernt haben.«Who cares?» ist ein Film, der inspiriert, der begeistert, der Mut macht – ein Film, der ansteckt, selbst anzupacken ...

 

 

Seiten