Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

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Welcher Weg führt in die Zukunft? Das war die Frage auf dem 4. Informed Cities Forum, einer europäischen Konferenz vom 26. bis 27. März in Rotterdam. 164 Teilnehmer aus 22 europäischen Ländern begaben sich auf eine Konfrontationstherapie zwischen Beamten, Wissenschaftlern und aktiven Bürgern.

Brücken bauen

Rotterdam ist eine Stadt der Brücken. Fünf von ihnen verbinden die verschiedenen Stadtteile miteinander. Die beeindruckende Erasmusbrücke verbindet Nord- und Süd-Rotterdam, Stadtteile, deren Menschen sich früher misstrauisch beäugten und sich nicht einmal besuchten. Die Erasmusbrücke, von den Spitznamen-begeisterten Rotterdamern liebevoll "Der Schwan" genannt, hat das geändert. Durch diese Brücke begann Rotterdam eine Stadt zu werden.

Auch einer meiner vielen Eindrücke auf dem Informed Cities Forum (IFC) war, dass die Veranstalter von ICLEI - Local Governments for Sustainability genau das versuchten: Brücken zu bauen. Das Format der inzwischen 4. IFC wurde entwickelt um Verwaltungsbeamte, lokale Akteure, Stadtplaner und Wissenschaftler zusammenzubringen, damit sie ihre Kenntnisse und Erfahrungen austauschen und ihre Städte enkeltauglich weiter entwickeln können.

80% des Energieverbrauchs in Dresden speist sich aus Öl und Gas. Erdgas ist der zentrale Energieträger in der Stadt, der für die Bereitstellung von Strom und Wärme eingesetzt wird. Das große Dresdner Fernwärmenetz speist sich aus der Kraft-Wärme-Kopplung im Kraftwerk Nossener Brücke, wo mit hohem Wirkungsgrad das Gas verstromt und die anfallende Wärme ins Netz eingespeist wird.

Wie hoch die Abhängigkeit Dresdens von Erdgas ist, zeigt ein Blick auf die Wärmeversorgung der Haushalte. Folgendes Diagramm zeigt die Entwicklung seit 1988, als Kohle noch fürs Heizen in der Hälfte der Dresdner Wohnungen verantwortlich war. Heute spielt Kohle keine Rolle mehr, dafür ist die Rolle des Erdgases umso größer: Das Heizen mit Gas in den Wohnhäusern und der Bezug von Wärme aus dem Fernwärmenetz (auf Basis von Gas) versorgen zusammen 90% der Dresdner Haushalte. Ohne Gas wär's kalt. Die restliche Wärmeversorgung geschieht durch Öl und in geringem Maße durch andere Energiequellen, zu denen Wärmepumpen, (netzunabhängige) Solarthermie oder Geothermie zählen dürften:

Seit 01. Januar 2015 gibt es einen neuen Makerspace im Dresdner Westen. Verschiedene lokale Initiativen, Künstler und Kreative zeichnen eine neue, gemeinsame Vision: Das Rosenwerk. Die Eröffnung ist für das zweite Wochenende im Mai geplant.

Gemeinsam visionieren

Eine Pause kann man kreativ nutzen. Um dann mit neuem Elan neue Möglichkeiten anzugehen. Der Werk.Stadt.Laden in Dresden Löbtau sah sich u.a. durch die schwierige Raumsituation für gemeinnützige Projekte in Dresden seit Herbst 2014 genötigt, eine Pause einzulegen. Um Entstandenes zu betrachten. Um Möglichkeiten neu zu denken. Anfang dieses Jahres gab es dafür beeindruckende Neuigkeiten. Eine neue Vision war geboren: Das Rosenwerk.

Der Werk.Stadt.Laden bezieht zusammen mit dem FabLabDresden eine ca. 350m² große ehemalige Industrieimmobilie im Dresdner Westen. Gefunden wurden die neuen Räume mit Hilfe der Kreativraumegentur, ein Unternehmen welches zwischen Kreativbranche und Immobilienwirtschaft vermittelt ...

Der Verkehr ist der größte Verbraucher von Mineralöl. Die Verletzlichkeit Dresdens gegenüber Ölkrisen macht sich daher auch stark am Pendlerverhalten fest. Die Arbeitsagentur weiß, wo Menschen wohnen und wo sie arbeiten, weil die Unternehmen diese Daten an die Agentur liefern. Arbeiten Menschen in einem anderen Ort als sie wohnen, gelten sie als Pendler.

Fast 6000 mehr Dresdner als noch im Vorjahr hatten 2014 einen Job: über 205.000 Arbeitende leben in der Landeshauptstadt. Fast 50.000 davon müssen jedoch die Stadt verlassen, um zur Arbeit zu kommen. Der Anteil dieser „Auspendler“ an der arbeitenden Dresdner Bevölkerung beträgt 24,2% und hält sich seit etwa 2009 auf diesem Niveau. Das heißt aber auch: Jeder 4. Dresdner mit Job muss aus der Stadt rausfahren.

In der Stadt arbeiteten 2014 fast 244.000 Menschen. Das sind gegenüber 2013 nochmal 6300 mehr. Allerdings sind 36% davon Nichtdresdner, die also in die Stadt zur Arbeit pendeln (müssen). Mehr als jeder dritte Arbeitsplatz in Dresden kann also nur dadurch besetzt werden, dass Menschen in die Stadt hineinfahren.

Insgesamt überqueren mehr als 137.000 Menschen die Dresdner Stadtgrenze, wobei das regionale Umland das Hauptquell- und -zielgebiet ist. Das ist neuer Rekord:

Pendlerentwicklung Dresdens bis 2014

Termin: 

Mittwoch, 11. Februar 2015 - 18:00

Dresden im Wandel hat ein neues Format:

Einmal im Monat treffen wir uns unmittelbar vor der Plauderbar in der Kerngruppe, um fokussiert an den gerade anstehenden Themen zu arbeiten. Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die bereit sind, Verantwortung für die aktive Netzwerkarbeit und Verbreitung der Transition-Idee zu übernehmen. Wer zuhören, mittun oder spezielle Anliegen einbringen möchte, ist herzlich um 18 Uhr eingeladen.

In der ab 19.30 Uhr anschließenden PlauderBAR können wir uns dann wie gewohnt locker über die Entwicklung unserer Stadt unterhalten.

Es ist so weit: der detaillierte Abschlussbericht zur Dresdner Debatte zum Stadtentwicklungskonzept "Zukunft Dresden 2025+" steht nun auf der Debatten-Website zum Download bereit. Vom 10. Juni bis 5. Juni 2014 diskutierten die Dresdner gemeinsam mit anderen Bürgerinnen und Bürgern das Gesamtkonzept sowie die Planungen für die 17 Schwerpunkträume. Insgesamt gingen in den vier Wochen der Beteiligung 526 Beiträge und 653 Kommentare ein, die dann im Laufe des Herbstes detailliert geprüft und analysiertwurden. Die Auswertungsergebnisse sowie weiterführende Informationen hierzu finden sich im PDF unter:

Abschlußbericht zur 4. Dresdner Debatte (PDF)

Am Mittwoch Abend gab es einen ziemlich schönen Vernetzungs-Abend im Greenpeace-Büro, der unaufgeregt, unangestrengt und umso wirkungsvoller war:

Eine unkomplizierte Struktur

Die Greenpeaceler hatten verschiedenste Nachhaltigkeits-Initiativen eingeladen, um sich zu begegnen und zu schauen, wo Kräfte gebündelt werden können. Von den verschiedenen Umweltschutz-Organisationen über Sukuma, alternative Stadtführungen, Transition Town und die politische Samba-Band bis hin zu UFER und dem GartenNetzwerk war ein gutes Dutzend Initiativen anwesend, sodass die etwa 40 Leute das recht kleine Büro auf der Martin-Luther-Straße 11 proppevoll ausfüllten.

Trotzdem war es entspannt - und das ohne große Vorbereitung: Es gab eine ziemlich lange Vorstellungs-Runde, die aber nicht langweilig wurde, weil man nicht nur seine Initiative vorstellte, sondern auch sagte, an welchen spannenden Aktivitäten man gerade oder dieses jahr konkret arbeitet, die auch für andere interessant sein könnten.
Und tatsächlich entsponnen sich Netze zwischen den verschiedenen Themen, einige wurden öfter genannt, manche waren offensichtlich eine gute Ergänzung zu anderen. Und so kristallisierten sich Themenblöcke heraus, an denen wir in Kleingruppen gut aktionsorientiert rumspinnen konnten. Da ging es einerseits vor allem um Böden, Kohle und Extraktivismus und andererseits um Alternative Finanz- und Wirtschafts-Ansätze.

Zur Zeit finden montags an allen Ecken dieser Stadt spannende politische Veranstaltungen statt. Diesen Montag wurde u.a. beim Dresdner Umweltgespräch über die Zwischennutzung von Brachflächen diskutiert.

Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 2025: Anstelle stark befahrener und zugeparkter Straßen prägen Grünstreifen, Fuß- und Radwege das Stadtbild. Die meisten Menschen haben kein eigenes Auto mehr, die wenigen verbleibenden Autos fahren mit Elektroantrieb. Dafür sind alle Ziele bequem zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Tickets für Busse und Bahnen braucht man nicht mehr, seit die Kosten des öffentlichen Personennahverkehrs nach dem Solidarprinzip auf alle Einwohner/innen zwischen 18 und 65 Jahren umgelegt werden. Durch die große Masse der Beitragszahler zahlen Sie für ein öffentliches Mobilitätsangebot, das so dicht ist wie nie zuvor, weniger als die Hälfte der Kosten einer früheren Monatskarte.

Schön wär's, sagen Sie jetzt vielleicht, aber ist das nicht eine völlig unrealistische Utopie? Der Artikel "Die fast autofreie Großstadt - Utopie oder machbare Zukunftsvision?" zeigt auf, dass eine deutliche Verlagerung des innerstädtischen Personenverkehrs weg vom Pkw hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Rad- und Fußverkehr nicht nur erhebliche Potenziale für die Gestaltung einer für alle Menschen lebenswerten Stadt bietet, sondern auch machbar ist. Voraussetzung ist eine Stadt- und Verkehrsplanung, die durch konsequente und wirksame Maßnahmen die umweltfreundlichen Verkehrsträger stärkt und den besonders umweltschädlichen motorisierten Individualverkehr reduziert.

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