Wohin entwickelt sich Dresden im Zeitalter nach den fossilen Energieträgern, des Klimawandels, der Wirtschaftskrise? Wohin entwickeln wir unsere Stadt?

Diese Fragen treiben uns, die wir Dresden im Wandel! ausrufen, um und  wir orientieren uns mit unseren Aktivitäten an der Bewegung der "Transition Towns", den Städten im Wandel. Auch wir wollen Dresden in eine Übergangszeit begleiten, in deren Verlauf wir unsere Stadt noch freundlicher, noch krisenfester, noch lebenswerter gestalten wollen.

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Energie für Mobilität ist heute so billig, dass zehntausende Dresdner die Stadt zum Arbeiten verlassen und zehntausende Nicht-Dresdner in die Stadt pendeln. Jede dieser „Arbeitsreisen“ benötigt neben der aufgewendeten Lebenszeit der Pendler auch Strom, falls die Fahrt mit der Bahn passiert oder Benzin, Diesel oder Kerosin, wenn die Fahrt per PKW, Bus oder Flugzeug passiert. Leider erhebt die Bundesagentur für Arbeit nicht, mit welchem Fahrzeug die Pendlerstrecken zurückgelegt werden. Auf die Idee, die Art des genutzten Fahrzeuges abzufragen kommt man (leider) nur, wenn man Dresden aus Öl-Gesichtspunkten beleuchten will.

2013 gingen fast 200.000 Dresdner einem (sozialversicherungspflichtigen) Job nach. Von ihnen arbeiteten 48.400 jedoch nicht in der Stadt, sondern pendelten in fast 700 Gemeinden nach außerhalb. Das heißt: Ein Viertel der jobbenden Dresdner muss pendeln. Zugleich fuhren über 86.000 Menschen aus fast 800 Gemeinden nach Dresden hinein, um zur Arbeit zu kommen. Das heißt: Über ein Drittel der Dresdner Stellen ist durch Menschen von außerhalb besetzt. Diese Stellen sind nur funktionsfähig, wenn die Menschen, die sie ausfüllen, in die Stadt kommen. Unsere Stadt „produziert“ also über 130.000 Menschen, die mindestens die Stadtgrenze überschreiten müssen, weil Wohn- und Arbeitsort voneinander getrennt liegen. Preiswerte Mobilität ist Bedingung für diese Lebens- und Arbeitsweise:

Für Dresden ergibt sich ein großes Risiko aus dem sogenannten „Ölfördermaximum“ (engl: Peak Oil). Peak Oil steht für:

  • das Maximum in der Ölförderung eines einzelnen Ölfeldes, eines Ölförderlandes oder auch des gesamten Planeten (der „globale Peak“)

  • die Auswirkungen dieses Förderhöhepunkts.

Oft verwechseln Menschen die Menge an in der Erdkruste lagernden Erdöls mit der Geschwindigkeit, mit der dieses Öl gefördert wird. Für uns Dresdner ist es weitaus unwichtiger, wieviel Erdöl in der Erdkruste lagert. Für uns ist es wichtig, mit welcher Geschwindigkeit es gefördert, raffiniert und nach Dresden transportiert werden kann. Denn diese Liefer-Geschwindigkeit beschränkt unseren Verbrauch: Die Menschheit kann nicht mehr Öl verbrauchen, als sie fördert.

„Peak Oil“ steht also für die Frage, wann eine Grenze der Erdölfördergeschwindigkeit erreicht ist und welche Auswirkungen die Annäherung an, das Erreichen oder das Überschreiten dieses Ölfördermaximums nach sich zieht. In der Diskussion um Peak Oil werden zur Veranschaulichung meist Förderkurven diskutiert, bei denen die Fördermengen dem jeweiligen Förderzeitpunkt zugeordnet werden. Das folgende Diagramm stellt die globale Ölförderkurve seit dem Jahr 1900 dar:

Im Stadtgebiet Dresdens wurde nie Öl gefördert und auch in ganz Sachsen gab es nie Ölförderung. Seitdem der Rohstoff Teil des Wirtschaftslebens ist, kommt er immer in großen Mengen von außerhalb. Der Großteil des in Dresden verbrauchten Benzins und Diesels dürfte aus der geografisch nähesten Raffinerie kommen: Aus der Total-Raffinerie in Leuna, die den mittel- bis ostdeutschen Raum versorgt. Dorthin kommt das Rohöl über eine Pipeline aus Schwedt, wo die russisch-deutsche „Druschba“-Pipeline endet (Druschba heißt Freundschaft!).

Dresden hängt also grundsätzlich an der Ölversorgung Deutschlands und – noch etwas spezieller – an der aus Russland kommenden Druschba-Pipeline.

Mineralöl trägt zum Primärenergieverbrauch Deutschlands etwa ein Drittel bei. Der Großteil davon landet im Verkehrsbereich. Von 2002 bis 2012 ging der deutsche Ölverbrauch um 16% zurück. Das klingt gut. Ein Risiko stellt jedoch die extreme Importabhängigkeit dar: nur 2% des in Deutschland verbrauchten Öls werden auch im Land gefördert. 98% des Ölbedarfs werden durch Importe gestillt, wie folgende Übersicht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zeigt. Die BGR ist eine Behörde des Wirtschaftsministeriums:

Bald startet die Degrowth-Konferenz in Leipzig. Nun braucht diese eure Unterstützung. Dein Beitrag ermöglicht, dass mehr Menschen an der Degrowth 2014 teilnehmen können. Bitte unterstütze Degrowth 2014, damit eine Konferenz für alle auf die Beine gestellt werden kann!

Dresden auf Entzug - die ölabhängige Stadt

Die Idee der „Transition Towns“ entstand dadurch, dass der Permakulturdesigner Rob Hopkins erfuhr, dass die Ölversorgung in absehbarer Zeit schrumpfen könnte. Er fragte sich, was ein Rückgang des Ölzuflusses für die Stadt, in der er lebte, bedeuten würde. Diese Frage stellten auch wir uns, als wir anno 2012 gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden zwei Veranstaltungen ansetzten. Wir nannten sie „Dresden auf Entzug“ und riefen die Frage auf: Wie funktioniert die Stadt ohne Öl?

2014 ist diese Frage genauso zu beantworten wie 2012: Dresden funktioniert nicht ohne Öl. Die Stadtgesellschaft ist hochgradig abhängig von diesem energiedichten Rohstoff. Im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEuKK) heißt es, dass Dresden 2005 4,11 Terawattstunden aus Öl bezog. Das bedeutet, dass ein Viertel jeder in Dresden eingesetzten Kilowattstunde aus Erdöl stammt. 7% des Öls landet in Ölheizungen, 93% werden als Diesel und Benzin im Verkehr eingesetzt. Von den 216.000 Dresdner PKW fahren zu Beginn des Jahres 2014 genau 79 mit einem Elektromotor. 99,96% der PKW-Flotte fahren also mit Öl. Ohne Öl verwandeln sich diese Fahrzeuge in einen Haufen Schrott. Und auch bei LKW und Bussen sieht die Situation nicht anders aus.

Mit diesen Fahrzeugen transportieren sich Menschen zu ihren Arbeitsplätzen und zu Freizeitbeschäftigungen, ihre Kinder in Schule und Kita, ihr Essen von den Märkten nach Hause. Unternehmensmitarbeiter fahren zu Kunden und bekommen Vorprodukte geliefert. Touristen reisen nach Dresden. LKW transportieren Lebensmittel, Kleidung, Alltagswaren und die ganze blinkende Konsumwelt in unsere Stadt. Ohne Öl als Treibstoff wäre nicht nur unser Alltagsleben ein anderes, auch unsere Versorgung wäre bedroht. Sollte uns das zu denken geben?

In der Pressemitteilung der Stadt Dresden vom 08.07.2014 heißt es unter anderem:

Die Kultur betreffend forderten die Teilnehmer unter anderem mehr Raum für zeitgenössische Kunst, neue touristische Wegweiser, zum Thema Stadt mit Leistungskraft stellten sie das Konzept „Fair Trade Town“ vor, forderten aber auch ganz konkrete Dinge wie den flächendeckenden Breitbandausbau in der Stadt. Zur lebenswerten Stadt gab es die meisten Einträge und dementsprechend eine große Themenbreite. Es wurde eine gute Bevölkerungsmischung gewünscht, um damit für Vielfalt in den Stadtteilen Sorge zu tragen. Der Verkehr war oft Thema insbesondere der Ausbau eines funktionierenden und sicheren Radwegenetzes. Bezahlbare Wohnungen wurden gefordert, aber auch mehr öffentliche Sportstätten und Schwimmbäder. Do it yourself (DIY) Nachbarschaft war ein Vorschlag zum Thema Ressourcenschonende Stadt, der aktiv die Beziehungen der Nachbarn fördern kann: Repaircafes oder urbane Gärten sorgen für gemeinschaftliche Aktivitäten und stärken gleichzeitig nachhaltigen Konsum in den Stadtteilen. Eine erste kurze Analyse zeigt, dass dieses Thema für die Bürgerinnen und Bürger ein Dauerbrenner ist und konkrete Mitsprache bei den folgenden, die Stadtteile betreffenden Konzepte und Planungen gewünscht ist. Einige Debattierende wünschten sich eine längere Debattenzeit, andere schlugen vor, die Online Plattform zu einer ständigen Einrichtung der Stadt für die Bürgerbeteiligung zu machen.

Auf der Suche nach praktischen Antworten versammelt dieses Handbuch Bausteine für grüne Lernorte und eröffnet Einblicke in den bunten und kreativen Erfahrungsschatz urbaner Gärtner*innen. Hier trifft das alltägliche Lernen der „Dilettant*innen“ aus dem Allmende-Kontor, dem Prinzessinnengarten und dem Bürgergarten Laskerwiese auf das „Expertenwissen“ aus dem Bauerngarten, der Peter-Lenné-Schule und der Humboldt-Universität. Dabei kommt es zu einem offenen Wissensaustausch in Form von Gesprächen, Saatgut, Gartenkarten, Kompostwürmern und Rezepten. Berliner Bauernschläue, blumige Anleitungen und Stolpersteine - für alle, die wissen wollen, wie man sich die Finger „richtig“ dreckig macht!

Das Buch kann zum Preis von 18,00 Euro gedruckt erworben werden oder steht als PDF zum Download zur Verfügung!

Termin: 

Samstag, 5. Juli 2014 - 9:00 bis 14:00

Einladung zum STADTCAMP special „Zukunft Dresden 2025+“

Liebe DresdnerInnen,

in der „4. Dresdner Debatte“ (www.dresdner-debatte.de) ruft die Stadt Dresden noch bis zum 5. Juli 2014 alle Bürger/innen dazu auf, Ideen einzubringen für die Gestaltung einer „lebenswerten, grünen und kulturell wie wirtschaftlich blühenden Metropole“. Hintergrund ist der laufende Prozess der Erarbeitung eines neuen Stadtentwicklungskonzeptes „Zukunft Dresden 2025+“.

Wir sind überzeugt, dass es in Dresden viele Menschen gibt, die Ideen zur Stadtentwicklung haben und bereit sind, sich zu beteiligen. Wir glauben aber auch, dass es hierfür, neben einer Online-Plattform, Möglichkeiten zum realen Austausch bedarf - um sich gegenseitig zu inspirieren, eigene (auch unfertige!!!) Ideen gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln und nicht zuletzt Spaß dabei zu haben.

Termin: 

Freitag, 11. Juli 2014 - 15:00

Termin: 

Freitag, 19. September 2014 - 19:00

In Transition 2.0 - PlakatAusgehend von der Kleinstadt "Totnes" im Südwesten Großbritanniens entwickelte sich in den vergangenen Jahren eine starke, global vernetzte Bürgerbewegung: Die sogenannten "Transition Towns", Städte im Wandel.

Die Bürger dieser Städte wollen Finanzkrisen, Ressourcenknappheit und Klimawandel nicht passiv abwarten, sondern ihre eigenen Wohnorte aktiv vorbereiten. Auch in Dresden arbeiten Menschen mit dieser Idee und wollen Dresden widerstandsfähiger und lebenswürdiger zugleich machen.

Der Film "In Transition 2.0" zeigt, was weltweit in Städten vor sich geht. Obwohl darin Orte in Italien, Japan, USA, Großbritannien, Indien und Neuseeland gezeigt werden, entstand der Film trotzdem ohne Flugreise.

Der Abend soll diese neue "Bürgerbewegung" vorstellen, die zum lokalen Handeln einlädt. Zum anschließenden Filmgespräch lädt Norbert Rost von der Dresdner Transition-Initiative "Dresden im Wandel".

Euro ade? Jetzt kommen die Regionalwährungen

so titelt MDR Jump seinen Beitrag zum Elbtaler. Wer den ca. 3 minütigen Beitrag nachhören möchte, wird hier fündig:

http://www.jumpradio.de/programm/sendung/mittag/audio884100.html

Anläßlich der Ukraine-Krise ergab eine Kurzstudie des Büro für postfossile Regionalentwicklung eine hohe Anfälligkeit Dresdens für Krisen in der Öl- und Gasversorgung. Die Energieversorgung Dresdens beruht zu 80% auf Öl und Gas, davon kommt der Großteil aus russischen Quellen. Die Ukraine-Krise zeigt, dass dieser hohe Anteil die Stadt verletzlich macht. Letztlich stammt etwa ein Drittel der Dresdner Energiezuflüsse aus Russland. Dabei ist der überregionale LKW- und Flugverkehr, der für die Versorgung und wirtschaftliche Prosperität der Stadt wichtig ist, noch nicht einmal einbezogen, weil diese Bereiche bei der Erstellung des Dresdner Energiekonzepts ausgeblendet wurden. Eine akute Öl- oder Gaskrise, die Preissteigerungen oder Lieferverzögerungen zur Folge hätte, würde die Stadtgesellschaft hart treffen.

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