Sachsen

Termin: 

Mittwoch, 29. November 2017 - 9:00 bis 15:00
Sachsen und seine Bürger stehen vor großen gesellschaftlichen Aufgaben. Klimawandel, Digitalisierung oder die Entwicklung der Alters- und Sozialstruktur in der Bevölkerung beeinflussen auch im Freistaat die Entwicklung in allen Bereichen.
 
Nun ist es Zeit, die im Jahr 2013 von der Sächsischen Staatsregierung verfasste Nachhaltigkeitsstrategie „Sachsen hat Zukunft“ wieder in die Hand zu nehmen. Es gilt, die gesetzten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Handlungsfeldern zu aktualisieren, die Indikatoren auf ihre Aussagekraft zu prüfen und neue Themen zu integrieren.
 
Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen mit der „Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung“ einen Ansatz geschaffen, um globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Unser Anspruch ist es deshalb, zusammen mit Ihnen die sächsische Nachhaltigkeitsstrategie auf die Anforderungen von übermorgen auszurichten.
 
Aus diesem Grund möchten wir mit Ihnen als Experten, Erfahrungsträger und Bürger den Dialog fortführen, um mit Ihren Ideen und persönlichen Erfahrungen eine weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie auf den Weg zu bringen, damit Sachsen trotz globaler Herausforderungen ein zukunftssicheres und handlungsfähiges Bundesland bleibt.
 
Angelehnt an die Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie 2013, möchten wir in zwei Workshoprunden folgende Themen mit besonderer Relevanz für Sachsens Zukunft mit Ihnen erörtern.

VEE Sachsen e.V.

Termin: 

Mittwoch, 26. Juni 2013 - 19:30

Themenabend: Sachsen im WandelWir laden ein zu unserem letzten Themenabend in der Reihe "Demokratie und Beteiligung?!". Die Stadt Dresden diskutiert derzeit ein Energie- und Klimaschutzkonzept, welches auf ein Absenken der CO2-Emissionen abzielt. Gleichzeitig ist es jedoch erklärte Strategie Sachsens, dauerhaft weiter Braunkohle in der Lausitz zu fördern und zu verbrennen. Die Entscheidungen zur Braunkohle-Strategie werden ebenfalls in Dresden getroffen - im Landtag. Wir haben Adrian Rinnert eingeladen, der sich als Gemüsebauer in Neustadt bei Weißwasser dafür einsetzt, den geplanten neuen Braunkohletagebau Nochten II zu verhindern. Seine "Spinnerei" verfolgt Nachhaltigkeits-Ansätze, die jedoch von diesem neuen Tagebau bedroht wären - genau wie ganze Ortschaften in der Lausitz. Er berichtet vom aufkeimenden Widerstand gegen das Großprojekt, von der Macht der Braunkohle-Gelder, Demokratiedefiziten und warum die großen sächsischen Städte sich einmischen müssen. Zugleich berichtet er von den lokalen Projekten in Neustadt, die Umsonstladen, CarSharing oder eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt beinhalten und damit Neustadt zu einer Art "Transition Village" machen.

Die Sächsische Landeszentrale für Politische Bildung hatte am 25. Januar 2013 in die Deutschen Werkstätten in Hellerau zu der Veranstaltung "Sachsen 2030 - Quo vadis? - Wir machen uns Sorgen" geladen. Ein echter Lichtblick auf dieser Veranstaltung war der Kurzvortrag von Michael Beleites. Mit seiner freundlichen Genehmigung dürfen wir seinen Vortrag hier wiedergeben. Er betonte, da er über Zukunft spreche, ist der Text natürlich im Konjunktiv gehalten:


Michael Beleites: Wir haben gelernt.

Die eigentliche Krise haben wir wohl noch vor uns. Es ist zu befürchten, dass irgendwann das auf Verschuldung gebaute Spekulationssystem aus dem Ruder läuft. Es könnte sein, dass die Finanzkrise eines Tages zu einer drastischen Geldabwertung führt, die die gesamte westliche Welt betrifft - und diese unmittelbar in eine schwere Ölkrise einmündet. Aus einer Ölkrise erwächst hier schnell eine Mobilitäts- und Produktionskrise. Und daraus folgt eine Versorgungskrise. Nach 75 satten Jahren könnte wieder Hunger einkehren. Es ist keineswegs auszuschließen, dass auch künftig Notzeiten kommen, in denen sehr viele Menschen hungern und auch verhungern; frieren und auch erfrieren. Auch in Sachsen.

Im Jahr 2030 könnte das Schlimmste schon überstanden sein. Und wir haben gelernt – jedenfalls diejenigen von uns, die dann noch da sind.

  • Wir haben gelernt, dass man Geld und Aktien nicht essen kann.
  • Wir haben gelernt, dass uns eine zentrale Versorgung mit Energie und Nahrung verwundbar macht.
  • Wir haben gelernt, dass eine gesunde Gesellschaft eine breite bäuerliche und handwerkliche Basis braucht, die eine regionale Selbstversorgungsfähigkeit sichert.
  • Wir haben gelernt, dass das Wohlstandsniveau einer instabil verfassten Gesellschaft mit ihrer Fallhöhe identisch ist.